Die Projektbeschreibung

Die Energiewende ist eine der großen Aufgaben unserer Generation und es liegt an uns diese zum Erfolg zu führen.

© OpenStreetMap

Der Klimawandel und der gesellschaftlich breite Konsens zur Abschaltung der Atomkraft sind nur zwei Gründe für die Energiewende. Ziel der Energiewende in Deutschland ist es, bis zum Jahr 2050 Energie hauptsächlich aus regenerativen Quellen wie Wind- und Wasserkraft, Sonnenenergie, Geothermie oder nachwachsenden Rohstoffen zu beziehen.Hierzu wollen wir einen Beitrag leisten. Dabei ist uns bewusst, dass die Energiewende auf Dauer nur dann gelingen kann, wenn die Bürger mit auf den Weg zur Umsetzung der Ziele genommen werden. Als sich deutlich abzeichnete, dass in dem Windpotentialgebiet Gerichtstetten Windkraftentwicklung stattfinden wird, wollten wir dies so gestalten, dass nicht an den Bürgern vorbeigeplant wird.

Faire Informationspolitik und unser Anliegen, nicht nur Akzeptanz für unser Projekt zu schaffen, sondern auch so zu planen, dass die Wertschöpfung weitestgehend in unserer Region bleibt, war von vornherein unser wichtigstes Ziel.

Doch bevor es soweit war, wurde eine lange Wegstrecke zurückgelegt. Am Anfang stand die Gründung der Windenergie Gerichtstetten GmbH, einem Zusammenschluss der ortsansässigen EKS Solarenergie Gerichtstetten und der Firma Fortwengel Holding aus Sögl in Niedersachsen. Durch diesen Zusammenschluss ist es gelungen, einen kompetenten Partner zu finden, der planerisches Know How und jahrelange Erfahrung im Bereich Windkraftanlagen einbringen kann. Seither wurden zahlreiche Gutachten erstellt und wir bemühten uns die Bevölkerung durch zahlreiche Informationsveranstaltungen auf dem jeweils aktuellen Stand der Entwicklung zu halten.

Im August 2016 wurden dann 6 Windkraftanlagen des Typs E 141 mit 159 m Nabenhöhe im Landratsamt Mosbach eingereicht. Am 28.12.2016 wurden schließlich 6 Anlagen genehmigt. Zwei davon allerdings unter Vorbehalt des Verteidigungsministeriums, da dies beanstaltete, dass während des Genehmigungsverfahrens die Höhenbegrenzung eines Tieffluggebietes abgesenkt wurde und dadurch die beiden topografisch am höchsten stehenden Räder jeweils acht und zehn Meter zu hoch waren. Für diese beiden Anlagen wird nun eine Änderungsgenehmigung auf eine Windkraftanlage des Typs E126 mit der Nabenhöhe 149 m gestellt.

Für die vier genehmigten Anlagen wurden Ende Februar die Rodungen abgeschlossen. Mitte Juni hat das Roden der Wurzelstöcke und das Abschieben des Oberbodens begonnen. Ab Mitte Juli wird mit den Fundamenten begonnen. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2018 vorgesehen.